Wie Botswana zur «Schweiz Afrikas» wurde

Seit 50 Jahren herrscht in Botswana Demokratie und wächst der Wohlstand wie nirgends sonst in Afrika – dank Diamanten und gescheiter Politik. Ein Lehrstück über gutes Regieren.

Wer dieses Land verstehen will, der beginnt am besten beim grössten Denkmal mitten in Gaborone, den «Dikgosi». Jene drei schlauen Stammeskönige, die dort in Bronze prangen, sicherten sich 1885 wenigstens die halbe Unabhängigkeit ihres historischen Territoriums, indem sie Schutz bei den Briten gegen die Überfälle von Buren aus dem Süden suchten. So entstand das Protektorat Betschuanaland. Als der mächtige Cecil Rhodes sich 1895 just dieses Land für seine South African Company einverleiben wollte, reisten die drei Chiefs 9000 Kilometer weit nach London und brachten Queen Victoria dazu, das Protektorat zu bekräftigen. Ihr Glück dabei: Grossbritannien wollte zwar die Besetzung durch andere Kolonialmächte verhindern, war selber aber nie sonderlich an diesem Wüstenland interessiert, das keinen Zugang zum Meer hatte und – vermeintlich – auch keine lohnenden Bodenschätze. Deshalb wurde es nie kolonisiert.

Vollständiger Beitrag: Neue Zürcher Zeitung

 


 

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