Silicon Savannah: Die Digitalisierung katapultiert Afrika in die Moderne

Noch vor zehn Jahren lebten die Kenianer im Land der Ahnungslosen. Ihre Internetverbindungen waren betulich wie der Gang eines Chamäleons und noch teurer als ein Schengen-Visum. Solange der ostafrikanische Staat durch kein Unterseekabel mit der Welt verbunden war, funktionierte der Zugang zum weltweiten Netz nur über Satelliten – zu Preisen, die für die meisten Kenianer meist unerschwinglich waren.

Inzwischen ist das Land gleich mit fünf Unterseekabeln versorgt, fast 18 Millionen Menschen verfügen über einen Breitbandanschluss. In Nairobis Straßen kann man übers Handy ein Taxi bestellen, in Hunderttausenden von abgelegenen Hütten sorgen die Sonne und die Mobilfunktechnologie für Strom. Nirgendwo in Afrika wurden mehr neue Apps als in Kenia entwickelt. In Anlehnung an den Begriff Silicon Valley gaben Fachleute dem Land den Beinamen „Silicon Savannah“. Was Jahrzehnte von Entwicklungshilfe nicht ausrichten konnten, scheint die Informationstechnologie in wenigen Jahren zu schaffen: Afrika wird von der Digitalisierung in die Moderne katapultiert.

Vollständiger Beitrag: Berliner Zeitung

 

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