M-Kopa Solar bringt Afrika Licht – und ist dabei umweltfreundlich

Die kenianische Erfindung von mobilem Geld revolutionierte 2007 das Leben von Afrikanern grundlegend. Ab diesem Zeitpunkt konnten Menschen, die kein Bankkonto haben und weit weg von Städten leben erstmals über das Handy Geld versenden oder empfangen. Der mobile Geldtransfer ist heute in Kenia fast flächendeckend verbreitet: Nach Angaben der Zentralbank sind 39,3 Millionen Handy-Konten aktiv. Somit nutzen vier Fünftel der Kenianer diesen Service. Weltweit gibt es nach jüngsten Angaben der GSMA, einer Interessenvertretung von Mobilfunkbetreibern, mehr als 690 Millionen Konten.

So können die Menschen nun auch ganz einfach monatlich ihr eigenes Solarsystem abbezahlen. Weltweit waren bis Ende 2016 rund 800.000 Solarsysteme installiert worden, die mit mobilem Geld bezahlt werden können, wie die GSMA schätzt. Demnach kommen monatlich 40.000 dazu. „Die Leute geben täglich 40 Cent für Kerosin aus“, sagt Pauline Githugu von M-Kopa Solar, „bei uns zahlen sie mit diesem Betrag ihre Solaranlage ab. Auf lange Sicht sparen die Nutzer so viel Geld.“

Die Innovation des Solarsystems befindet sich in der Batterie: Darin steckt eine SIM-Karte, die wie bei einem Handy mit der Firmenzentrale korrespondiert. Hierüber laufen Wartung und Fehlerkontrolle des Systems. Bleibt eine Ratenzahlung des Kunden aus, wird das System abgeschaltet bis wieder Geld eingeht.

Vollständiger Artikel: Handelsblatt

 

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