Lesenswert: Felwine Sarr, Afrotopia

176 Seiten, Gebunden

Erschienen: 2019

ISBN: 978-3-95757-677-4

Preis: 20,00 €

 

Leseprobe: Matthes & Seitz Verlag

 

 

 

 

Aus der Buchbesprechung der Süddeutschen Zeitung:

“Vor rund 50 Jahren wurden die letzten europäischen Kolonien in Afrika in die Unabhängigkeit entlassen. Seitdem stecken viele der Länder in einer Dauerkrise.

Der senegalesische Wirtschaftswissenschaftler und Essayist Felwine Sarr untersucht in seinem Essay “Afrotopia” die Gründe für die Krise. Er räumt mit Legenden auf und fordert eine Revolution. Dabei zeichnet er ein düsteres Bild vom Westen, dem man wenig entgegenzusetzen hat.

Wenn Afrika sich aus seiner gegenwärtigen Falle befreien, sein ganzes Potenzial erschließen wolle, dann müsse es seine Minderwertigkeitskomplexe überwinden und eine eigene, neue Praxis des Wirtschaftens und Lebens entwickeln, die nicht nur westliche Werte und Methoden enthielte, sondern vor allem auch die afrikanischen Traditionen revitalisieren würde, die lange als primitiv diskreditiert wurden. Heute erscheinen sie aber wieder zukunftsweisend, weil sie Prinzipien wie Nachhaltigkeit, Gemeinwohl oder Achtsamkeit folgten, lange bevor der Westen begonnen hat, sie in seinen Kapitalismus einzubauen. Am Ende der afrikanischen “Kulturrevolution” muss für Afrika die “Wiederherstellung des eigenen Spiegelbilds” stehen.”

Süddeutsche Zeitung, 27.1.2019

 

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