Die Trockengebiete Afrikas ergrünen lassen

Neue Zürcher Zeitung

Hunderte Millionen Hektaren Land in den Trockensavannen Afrikas haben ihren natürlichen Bewuchs aus Bäumen und Büschen durch Klimaveränderungen, Überweidung und das Sammeln von Feuerholz verloren. Im Rahmen der von 25 afrikanischen Staaten und internationalen Partnern getragenen AFR-100-Initiative (African Forest Landscape Restoration Initiative) sollen bis 2030 hundert Millionen Hektaren davon wieder bewaldet werden. Das sogenannte Regreening ist im vollen Gang: Auf Satellitenbildern des Sahel beispielsweise lässt sich gut erkennen, wie in ehemals kahlen Gegenden überall kleine Punkte auftauchen – jeder ein Busch oder Baum.

Im Rahmen einer Untersuchung wurden in Malawi Bauern gefragt, warum sie Regreening-Techniken anwendeten. Als die drei wichtigsten Gründe nannten sie: Holz für Feuer und Zäune, die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und die Wiedergewinnung unfruchtbar gewordenen Landes. Doch der Nutzen der Wiederbewaldung geht weit über dies hinaus: Indem die Bäume Kohlenstoff binden, dient die Wiederbewaldung auch dem Erreichen der Klimaziele. Ob die Wiederbelebung von Afrikas Trockenwäldern der gleichzeitig stattfindenden Entwaldung und Desertifizierung etwas entgegensetzen kann, bleibt abzuwarten – aber sie ist immerhin ein grüner Hoffnungsschimmer.

Vollständiger Artikel: Neue Zürcher Zeitung

 

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