Die Reichweite des mobilen Geldsektors Westafrikas ist 13 Mal größer als die lokaler Banken

Bild: GSMA

Wie der neue Westafrika Mobile Economy Report von GSMA zeigt, hat sich die mobile Akzeptanz in Westafrika von 28% zur Jahreswende auf 47% im letzten Jahr fast verdoppelt. Ende 2017 gab es in den 15 Mitgliedstaaten der Region 176 Millionen Abonnenten. Genauso wichtig ist, dass sich die Anzahl der mobilen Internet-Abonnenten in den letzten vier Jahren auf 78 Millionen verdoppelt hat – fast die Hälfte aller Mobilfunkteilnehmer.

Dank der Erweiterung der Agentennetzwerke für mobiles Bezahlen gibt es in Westafrika jetzt 13 Mal mehr aktive mobile Geldagenten als die Gesamtzahl der Bankfilialen und Geldautomaten, heißt es in dem Bericht weiter. Allein Paga, ein führender Anbieter für mobiles Bezahlen in Nigeria, verfügt über ein Netzwerk von fast 15.000 Agenten.

Das Wachstum der Branche in der Region wurde hauptsächlich von großen Telekommunikationsunternehmen wie Airtel, MTN und Orange vorangetrieben, die Safaricoms Erfolg in Ostafrika nachahmen wollen.

Trotz der jüngsten Fortschritte bei der Einführung von Mobiltelefonen hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Westafrika im letzten Jahr keine Mobilfunkdienste abonniert, bemerkt die GSMA. Es wird jedoch erwartet, dass aufgrund der sehr jungen Bevölkerung Westafrikas bis 2025 72 Millionen neue Kunden hinzukommen werden, was die Teilnehmerzahl in der Region auf 54% erhöhen wird.

Download des GSMA-Berichts (englisch)

 

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