Der Umsturz in Äthiopien zeigt die Grenzen des chinesischen Entwicklungsmodells

Die Entwicklungsdiktatur chinesischer Prägung – ein repressiver Machtstaat, gepaart mit einem kompromisslosen Staatskapitalismus – ist keine Vorlage, der andere Entwicklungsländer nachstreben sollten. Zu hoch sind die gesellschaftlichen Kosten, zu riskant ist die Wette, dass ein steigendes Wohlstandsniveau früher oder später automatisch zu einer friedlichen demokratischen Transition führe.

Jene Länder, in denen das gelang, sind an einer Hand abzuzählen. Und nicht zufällig sind es, etwa mit Südkorea oder Taiwan, Staaten, die ethnisch sehr homogen sind. In Afrika aber sind die diesbezüglichen Grundvoraussetzungen komplett anders. Äthiopien verfügt über achtzig Ethnien und ebenso viele Sprachen: Allein dies macht die Umsetzung des chinesischen Modells zum Hochrisiko-Unterfangen.

Vollständiger Beitrag: Neue Zürcher Zeitung

 


 

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