Afrika ist auf dem richtigen Weg, um Plastikprodukte zu bekämpfen

United Nations Environment Programme

Bild: Mali Maeder

Die weltweite Bewegung zur Eliminierung von Kunststoffen gewinnt in Afrika an Fahrt. Mehrere Länder unternehmen jetzt Schritte, um die Produktion und den Vertrieb von Einweg-Kunststoffen zu unterbinden, wobei einige ein völliges Verbot der Herstellung und Verwendung von Plastiktüten verhängen. Kenia, Ruanda, Kamerun, Südafrika, Mauretanien, Marokko, Ägypten, Nigeria, Tansania, Ghana und Eritrea haben die Führung übernommen, andere wie Botswana und Äthiopien folgen.

Die UN-Umweltorganisation und ihre Partner arbeiten eng mit den afrikanischen Regierungen zusammen, um Richtlinien und Programme zu entwickeln, die auf einen kunststofffreien Kontinent zielen. Die Kampagne Beat Plastic Pollution hat den Kontinent motiviert, sich zusammenzuschließen und Kunststoffe in Land- und Wasserökosystemen zu säubern. Die Kampagne ermutigt auch die Regierungen, die Initiative zu ergreifen und Vorschriften zur Eindämmung der Kunststoffverschmutzung zu erlassen.

 

Partner in der Bekämpfung von Plastik

Partnerschaften von Regierungen, Unternehmen des privaten Sektors und der Öffentlichkeit sind der Schlüssel zur Beseitigung der Kunststoffverschmutzung.

In Kenia beispielsweise hat die UN-Umweltorganisation gemeinsam mit Safaricom und der National Environment Management Agency ein umfassendes Programm zur Entsorgung von Kunststoffabfällen entwickelt. Im Rahmen der Partnerschaft wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Interessenvertreter, vor allem Hersteller, Entsorger und Verwerter von Kunststoffabfällen, zusammenbringt, um eine umfassende Lösung für harte Kunststoffabfälle zu erarbeiten.

In Südafrika wurden die Bürger durch Kampagnen wie Bring Your Own Bag mobilisiert, die die Menschen dazu ermutigen, die Verwendung von Einweg-Plastiktüten zu reduzieren. Viele Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants im Land haben eine Stellungnahme abgegeben, um den Vertrieb von Einweg-Plastiktüten einzustellen.

In Chemba Town, Tansania, hat eine Gruppe junger Menschen Kunststoffabfälle mit einer innovativen Lösung zu ihrem Vorteil genutzt: Sie haben Plastiktüten gesammelt und zu Matratzen verarbeitet. Mohamed Semdoe, District Environmental Management Officer des Chemba District Council, erklärt: “Zehn Jugendliche wurden bei der Herstellung von Matratzen in verschiedenen Phasen beschäftigt: Sammlung, Sterilisation, Herstellung von Bezügen und Verpackung.”

“Ich verkaufte Matratzen zu je 50.000 TSh (ca. 22 US$) und verteilte viele als Geschenke an bedürftige Haushalte und behinderte Schüler”, fügt er hinzu.

Dies sind nur einige Beispiele für die Fortschritte, die in ganz Afrika zu verzeichnen sind, um den Kontinent von Kunststoffabfällen zu befreien und diese ökologische Herausforderung in eine Chance zu verwandeln. Die Dynamik, die diese umweltbewussten Projekte antreibt, nimmt stetig zu.

Quelle: United Nations Environment Programme

 


 

 

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