Äthiopien eröffnet die erste Müllverbrennungsanlage Afrikas

In Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba wurde am 19. August die erste Müllverbrennungsanlage Afrikas in Betrieb genommen.  Die Anlage, genannt Reppie, befindet sich neben der Hauptmülldeponie der Hauptstadt und wird täglich aus 1.400 Tonnen Abfall bis zu 25 Megawatt (MW) nicht-fossiler Energie erzeugen.

Der äthiopische Präsident Mulatu Teshome sagte bei der Eröffnungsveranstaltung, dass Investitionen in Energieprojekte entscheidend sind, wenn Äthiopien sein Ziel erreichen will, bis 2025 eine umweltfreundliche industrialisierte Wirtschaft mit mittlerem Einkommen zu werden: “Äthiopien hat viel in Wasserkraft, Geothermie, Windenergie, Solarenergie und jetzt auch in Biomasse investiert, um den produzierenden Sektor mit sauberer, erneuerbarer Energie zu versorgen.”

Äthiopien will eine klimaneutrale Wirtschaft werden, indem es den Ausstoß von Kohlendioxid reduziert, um die Absorptionsrate der Wälder des Landes zu erreichen. Die Anlage ist Teil der “Climate Resilient Green Economy” der Regierung, einer im November 2011 gestarteten 150-Milliarden-Dollar-Strategie mit dem doppelten Ziel, Äthiopien bis 2025 zu einer Wirtschaft mit mittlerem Einkommen zu machen und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen konstant zu halten.

Laut dem Generaldirektor der äthiopischen Umweltschutzbehörde, Tewolde-Berhan Gebreegziabher, hat die neue Anlage erhebliche Vorteile für die Umwelt. Denn die auf der Deponie gelagerten Abfälle emittieren derzeit Methan, das neben seinem unangenehmen Geruch ein Treibhausgas ist, das den Klimawandel verschärft. Die neue Anlage wird seine Freisetzung in die Atmosphäre verhindern.

 


 

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